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Ziele der Bürgerinitiative Pro Stadtwald C4


Die Bürgerinitiative (BI) Pro Stadtwald C4 setzt sich für den vollständigen Erhalt und die vollständige Wiederaufforstung des als C4 bezeichneten Waldareals des Stadtwaldes ein. Wir fordern eine Konzentration der dafür nötigen Maßnahmen.
Wir sind eine Gruppe von betroffenen Hockenheimer Bürgern, deren Ziel es ist, den für die Lebensqualität eines Großteils von Hockenheim wichtigen Stadtwald C4 vollständig zu erhalten.

Die BI ist nicht parteigebunden und möchte mit allen im Hockenheimer Gemeinderat vertretenen Parteien zusammenarbeiten.


Der Fortbestand des Stadtwaldes C4 ist durch verschiedene Faktoren gefährdet:

  • Eine Erweiterung der Autobahnrastanlage Hockenheim-West hätte eine großflächige Abholzung und Versiegelung des Areals zur Folge.
  • Der Klimawandel und dessen Folgen führen zum Absterben bestimmter Baumarten.
  • Der Baumbestand wurde in den letzten 10 Jahren immer weiter dezimiert. Jungbäume konnten sich in dieser Zeit aus verschiedenen Gründen kaum dauerhaft ansiedeln.
  • Die Benutzung des Areals bei Großveranstaltungen gefährdet die Wiederaufforstung. (Wir haben erreicht, dass seit dem 24.05.2019 der Stadtwald C4 dauerhaft nicht mehr für Campen/Parken bei Großveranstaltungen benutzt wird.) 


Der Stadtwald C4 und der angrenzde Wald in Bundesbesitz sind für die Lebensqualität der Hockenheimer Bürger von großer Wichtigkeit:

  • Immissionsschutz: Pro Hektar filtert unser Wald jährlich bis zu 50 Tonnen Ruß und Staub aus der Luft. Das angrenzende Wohngebiet ist ein sehr kinderreiches und der Südstadt-Kindergarten, die Postillion-Kinderkrippe sowie die Hubäcker-Schule befinden sich in nur 200 Meter Entfernung vom Stadtwald C4. Innerhalb dieses Bereichs befinden sich auch noch die Sportplätze von VfL, FV 08 und HSV, auf welchen sich Menschen regelmäßig im Freien sportlich betätigen.
  • Lärmschutz: Die Lärmbelästigung ist mittlerweile so hoch, dass die Anwohner in den angrenzenden Wohngebieten nicht mehr bei geöffneten Fenstern schlafen können und schon jetzt ein erheblicher Verlust von Lebensqualität eingetreten ist.
  • Sichtschutz zur Autobahn: Besseres Wohlempfinden durch Blick auf Naturfläche.
  • Naherholungsgebiet: Für Anwohner von Hockenheim-Süd und des dichtbesiedelten Bereichs der Waldstraße und des Hubäckerrings ist dieses Areal die nächstgelegene Naturfläche.
  • Natur- und artenschutzrechtliche Relevanz: Lebensraum von Fledermäusen


Wir fordern die folgenden Maßnahmen zum Erhalt des Stadtwaldes C4:

  • Planungsstop für die Abholzung zur Erweiterung der Rastanlage Am Hockenheimring West
  • Ersatz der durch Alter und Krankheit ausfallenden Bäume durch Neupflanzungen
  • Ansiedlung von Sträuchern und Bäumen, die mit den sich verändernden klimatischen Bedingungen besser zurechtkommen als die bisherigen Arten
  • Bewässerung von Neupflanzungen in den trockenen Sommermonaten
  • Dauerhafte Sperrung des Waldgebietes für Camping/Parken bei Großveranstaltungen. Falls der Hockenheimring zusätzliche Camping-Flächen benötigt, sollen Ausgleichsflächen an einer für die Natur weniger kritischen Stelle gesucht werden. (Wir haben dieses Ziel am 24.05.2019 erreicht!)
  • Keine Abholzung des gesunden Baumbestandes aus wirtschaftlichen Interessen


Die Erhaltung der Wälder global, national und regional zur Abmilderung der Folgen des Klimawandels ist eine Verantwortung, der sich niemand entziehen kann. Aktionen wie „Plant for the Planet“ oder „Fridays for Future“ sind in aller Munde.


Natürlich sind wir uns der problematischen Situation der LKW-Fahrer auf deutschen Autobahnen bewusst. Ruhezeiten und Sonntagsfahrverbote müssen eingehalten werden. Auch wir sind Konsumenten, die die Annehmlichkeiten einer modernen Industriegesellschaft zu schätzen wissen. Trotzdem können die Abholzung und die dauerhafte Versiegelung von Waldgebieten nicht die Lösung des Problems sein.
Eine weitere Verlagerung des Gütertransports auf die Schiene ist in vielerlei Hinsicht die nachhaltigere Lösung und sollte konsequent verfolgt werden.
Alternativen für Autobahnparkplätze ohne Verringerung des Waldbestandes und in weiterem Abstand zu Wohngebieten sollten vorrangig realisiert werden.


Eine Erweiterung der Rastanlage wäre in jedem Fall eine Katastrophe, da auch die Gesundheit der Anwohner durch mehr Lärm und Abgase beeinträchtigt würde. Allein schon die Idee einer Erweiterung eines „Industriegebietes“ an ein bestehendes reines Wohngebiet und das heranführen an die Sportanlagen ist ein abwegiges, inakzeptables und nicht zu tolerierendes Vorhaben.
Der Stadtwald C4 und der angrenzende Wald in Bundesbesitz sind für die Erweiterung der Rastanlage der falsche Ort.


Die Bürger Hockenheims sind durch die A6 und die A61, die existierenden Rastanlagen, den Bahnverkehr und den Verkehr, den der Betrieb der Rennstrecke mit sich bringt, bereits jetzt überdurchschnittlich belastet.


Eine weitere Verschlechterung der Lebensqualität durch Verlust des Stadtwaldes C4 und des Waldes in Bundesbesitz werden wir nicht hinnehmen.


Wir fordern alle Parteien des Hockenheimer Gemeinderates, den Oberbürgermeister, den Bürgermeister und die Stadtverwaltung auf, sich für den Erhalt des Stadtwaldes C4 einzusetzen.


Unterstütze den Wald und schicke uns Deine Kontaktdaten an info(at)bi-prostadtwald-c4.de. Somit bist Du immer über unsere Aktivitäten auf dem Laufenden. Je mehr uns unterstützen, umso mehr Gewicht haben wir bei Gesprächen mit Parteien, Stadtverwaltung und Behörden. Nur mit Eurer breiten Unterstützung können wir die Ziele erreichen.

Das Foto zeigt die gesamte zusammenhängende Waldfläche. Diese besteht aus dem eigentlichen Stadtwald C4, der Waldfläche in Bundesbesitz und kleineren Flächen, die den Sportvereinen gehören.